Die Arbeitsmappe stellt Umsatz, Arbeitszeit sowie Material-, Personal- und sonstige Kosten gegenüber. Auf dem Blatt „Objekte“ ist dafür eine Zeile je Reinigungsobjekt und Auswertungsmonat vorgesehen. Daraus entstehen Deckungsbeitrag, Marge und Umsatz je Arbeitsstunde.
Objektleitung und kaufmännische Organisation können damit auffällige Kalkulationen erkennen und Eingaben kontrollieren. Die Zusammenfassung auf „Übersicht“ berücksichtigt für ihre Summen nur Zeilen mit Status „Aktiv“ und bezieht sich auf den jüngsten eingetragenen Auswertungsmonat. Die vorhandenen Objektwerte sind ausdrücklich fiktive Beispiele.
Wobei diese Vorlage helfen kann
- Objekte unter Zielmarge oder Warngrenze für eine nähere Prüfung auswählen.
- Umsatz, Arbeitsstunden und Kosten eines Monats auf einer einheitlichen Grundlage vergleichen.
- Negative Deckungsbeiträge und unvollständig erfasste Objektzeilen schneller erkennen.
- Nicht aktive Objekte aus den Monatssummen heraushalten, ohne ihre Zeilen zu löschen.
Was die Datei enthält
So beginnen Sie
1. Annahmen festlegen
Bearbeiten Sie auf „Parameter“ die Kalkulationsannahmen zuerst. Der kalkulatorische Personalkostensatz gilt für alle Objektzeilen. Zielmarge und Warngrenze steuern die späteren Prüfhinweise; die Zielmarge muss über der Warngrenze liegen.
2. Objektmonat erfassen
Tragen Sie auf „Objekte“ je Objekt und Monat eine eigene Zeile ein. Füllen Sie die hellgrünen Felder von „Objekt-ID“ bis „Status“ vollständig aus. Verwenden Sie für einen Monat ein einheitliches Datum, beispielsweise 01.09.2026, und erfassen Sie Material- oder sonstige Objektkosten bei Kostenfreiheit ausdrücklich mit 0,00 €.
3. Berechnete Werte prüfen
Vergleichen Sie „Arbeitsstunden“, „Personalkosten“, „Gesamtkosten“, „Deckungsbeitrag“, „Marge“ und „Umsatz je Stunde“. Der Prüfhinweis zeigt unter anderem fehlende Eingaben, fehlende Parameter oder eine Marge unter den festgelegten Grenzen an.
4. Monatsbild beurteilen
Öffnen Sie „Übersicht“ und kontrollieren Sie zuerst den angezeigten letzten Auswertungsmonat. Prüfen Sie danach Summen, Schwellenwertfälle, negative Deckungsbeiträge und unvollständige Eingaben. Kehren Sie für die Ursachenanalyse zur betreffenden Objektzeile zurück.
Auswertungsmonate eindeutig abgrenzen
Die Datei ermittelt den jüngsten Auswertungsmonat aus allen Datumswerten auf „Objekte“. Die Kennzahlen auf „Übersicht“ werden anschließend für genau dieses Datum berechnet. Deshalb sollten alle Zeilen desselben Monats einen einheitlichen Monatsstichtag verwenden, etwa 01.09.2026.
Werden für September versehentlich 01.09.2026 und 15.09.2026 eingetragen, behandelt die Auswertung diese Daten nicht als gemeinsame Monatsgruppe. Prüfen Sie daher vor der Freigabe der Monatszahlen den angezeigten Wert „Letzter Auswertungsmonat“ und filtern Sie die Objektzeilen nach diesem Datum.
Praxisfall: Vom Einsatzumfang zur Margenentscheidung
Die Zeile für „Büroflächen Westflügel“ enthält fiktive Beispieldaten: 22 Einsätze im Monat, 4,50 Stunden je Einsatz, 5.100,00 € Monatsumsatz, 420,00 € Materialkosten und 150,00 € sonstige Objektkosten. Der hinterlegte Personalkostensatz beträgt 25,50 € je Stunde.
Eingabe → Ergebnis: 22 × 4,50 ergibt 99,00 Arbeitsstunden. Daraus entstehen 2.524,50 € kalkulatorische Personalkosten. Zusammen mit Material und sonstigen Kosten ergeben sich 3.094,50 € Gesamtkosten. Der Deckungsbeitrag beträgt damit 2.005,50 €, die Marge rund 39,3 % und der Umsatz je Arbeitsstunde rund 51,52 €.
Bedeutung → Entscheidung: Die berechnete Marge liegt über der voreingestellten Zielmarge von 15,0 % und der Warngrenze von 5,0 %. Nach diesen Schwellen besteht kein Anlass für eine dringende Margenprüfung. Vor einer betrieblichen Entscheidung ist dennoch zu klären, ob Einsatzzahl, Zeitansatz und Kosten vollständig und für den betrachteten Monat zutreffend sind.
Die Monatsübersicht für die Reihenfolge der Prüfung nutzen
Beginnen Sie nicht bei jeder einzelnen Zeile, sondern bei den Abweichungen. „Aktive Objekte unter Warngrenze“ zeigt die besonders niedrigen Margen. „Aktive Objekte mit negativem Deckungsbeitrag“ zählt Fälle, in denen die erfassten Gesamtkosten den Umsatz übersteigen. Danach lassen sich die betreffenden Zeilen auf „Objekte“ filtern und einzeln untersuchen.
Die „Prüfquote der aktiven Objekte“ ist der Anteil der aktiven Zeilen unter der Zielmarge an allen aktiven Zeilen des jüngsten Monats. Ein leerer Wert kann entstehen, wenn kein Auswertungsmonat oder keine aktive Zeile als Bezugsgröße vorhanden ist. Eine Null bedeutet dagegen, dass zwar aktive Zeilen vorliegen, aber keine davon unter der Zielmarge gezählt wurde.
Personalkostensatz, Margengrenzen und Status abstimmen
Der „Kalkulatorische Personalkostensatz“ auf „Parameter“ wird mit den berechneten Arbeitsstunden jeder Objektzeile multipliziert. Ändert sich dieser eine Wert, ändern sich Personalkosten, Gesamtkosten, Deckungsbeitrag und Marge sämtlicher ausgefüllter Zeilen. Prüfen Sie den Satz daher vor dem Monatsvergleich und dokumentieren Sie intern, welche Kostenbestandteile darin berücksichtigt werden sollen.
Die „Zielmarge“ steuert den Hinweis „Prüfen“, die niedrigere „Warngrenze Marge“ den Hinweis „Dringend prüfen“. Bei fehlenden Grenzwerten kann „Parameter prüfen“ erscheinen. Die Statuswerte „Prüfung“, „Pausiert“ und „Beendet“ werden in vollständigen Zeilen als nicht aktiv behandelt und aus den Summen der Übersicht ausgeschlossen. Verwenden Sie „Aktiv“ deshalb nur für Objektmonate, die tatsächlich in die Auswertung eingehen sollen.
Typische Fehler erkennen und konkret beheben
- 0,00 € bewusst eintragen: Bleiben „Materialkosten“ oder „Sonstige Objektkosten“ leer, fehlen Grundlagen für die Gesamtkosten. Sind tatsächlich keine Kosten angefallen, tragen Sie 0,00 € statt einer Leerzelle ein.
- Doppelte Objektmonate vermeiden: Die Datei erzwingt keine eindeutige Kombination aus Objekt-ID und Monat. Eine doppelte Zeile wird in Anzahl, Umsatz, Stunden und Kosten doppelt berücksichtigt. Filtern Sie vor der Auswertung nach Objekt-ID und Auswertungsmonat.
- Monatsdaten vereinheitlichen: Unterschiedliche Kalendertage desselben Monats werden getrennt ausgewertet. Korrigieren Sie abweichende Datumswerte auf den vereinbarten Monatsstichtag.
- Status kontrollieren: Eine versehentlich auf „Pausiert“, „Prüfung“ oder „Beendet“ gesetzte Zeile fehlt in den aktiven Summen. Ändern Sie den Status erst nach sachlicher Klärung auf „Aktiv“.
- Berechnungsfelder nicht überschreiben: Die Spalten von „Arbeitsstunden“ bis „Prüfhinweis“ enthalten vorbereitete Formeln. Erfassen Sie die Ausgangsdaten nur in den vorgesehenen Eingabefeldern und stellen Sie versehentlich ersetzte Formeln aus einer unveränderten Dateiversion wieder her.
Vergleich mit leerer Excel-Datei und Papierliste
| Kriterium | Diese Arbeitsmappe | Leere Excel-Datei | Papierliste |
|---|---|---|---|
| Vorbereitung | Felder, Formeln und Margengrenzen sind vorgegeben. | Struktur und Berechnungen müssen selbst festgelegt werden. | Spalten und Notizen lassen sich frei anlegen. |
| Berechnung | Berechnet je Objektmonat Stunden, Kosten, Deckungsbeitrag, Marge und Stundenumsatz. | Kann individuell rechnen, benötigt dafür eigene Formeln. | Erfordert manuelle Berechnungen außerhalb oder auf der Liste. |
| Eingabekontrolle | Prüft Datums- und Zahlenbereiche, Statuswerte sowie fehlende Pflichtangaben. | Kontrollen sind nur vorhanden, wenn sie selbst eingerichtet werden. | Kontrolle erfolgt durch Lesen und Abhaken. |
| Passender Einsatz | Wiederkehrende Monatskalkulation mit einem einheitlichen Personalkostensatz und bis zu 100 vorbereiteten Objektzeilen. | Individuelle Modelle mit anderen Kostenarten, mehreren Stundensätzen oder abweichenden Auswertungen. | Sehr wenige einmalige Fälle, bei denen keine automatische Kennzahl benötigt wird. |
Wenn regelmäßig dieselben Rentabilitätskennzahlen für aktive Objektmonate benötigt werden, bietet die vorbereitete Datei den passenderen Rahmen. Eine leere Excel-Datei ist geeigneter, wenn die Kostenlogik deutlich abweicht oder zusätzliche Auswertungen erforderlich sind. Für einzelne Notizen ohne Rechenbedarf kann eine Papierliste einfacher bleiben.
Reale Grenzen der Rentabilitätsauswertung
Die Arbeitsmappe ist eine Entscheidungsgrundlage, keine Buchhaltung. Umsatz, Materialkosten und sonstige Objektkosten müssen manuell und bereits passend zum Auswertungsmonat eingetragen werden. Die Personalkosten beruhen auf einem einzigen globalen Stundensatz; unterschiedliche Teams, Zuschläge oder objektbezogene Personalkostensätze werden nicht getrennt berechnet.
Die Übersicht zeigt den jüngsten erfassten Monat und keinen automatischen Mehrmonatstrend. Diagramme sind nicht enthalten. Frühere Monate bleiben zwar auf „Objekte“ filterbar, müssen aber dort gezielt ausgewählt und verglichen werden.
Vorbereitet sind die Zeilen 5 bis 104. Auch die Formeln der Übersicht greifen auf diesen Bereich zu. Zusätzliche Zeilen außerhalb des Bereichs werden daher nicht ohne Anpassung in die Zusammenfassung aufgenommen. Fläche, Reinigungsbereich, Intervall und Zuständigkeit dienen der Beschreibung und Vollständigkeitskontrolle; sie verändern die Kostenberechnung nicht direkt.
Häufige Fragen
Kann ein Reinigungsobjekt über mehrere Monate erfasst werden?
Ja. Legen Sie für dasselbe Objekt je Auswertungsmonat eine eigene Zeile an und behalten Sie eine einheitliche Objekt-ID bei. Die Übersicht verwendet automatisch das jüngste eingetragene Datum; ältere Monate können auf „Objekte“ über den Filter ausgewählt werden.
Warum bleiben Marge oder Umsatz je Stunde leer?
Die Marge bleibt leer, wenn notwendige Ausgangswerte fehlen oder der Monatsumsatz 0,00 € beträgt. Der Umsatz je Stunde bleibt leer, wenn keine berechenbaren Arbeitsstunden vorliegen oder die Arbeitsstunden null sind. Prüfen Sie Objekt-ID, Einsätze pro Monat, Stunden je Einsatz, Umsatz und Kostenfelder.
Welche Statuswerte fließen in die Übersicht ein?
Nur Zeilen mit dem Status „Aktiv“ werden in den aktiven Summen und Margenzählungen berücksichtigt. „Prüfung“, „Pausiert“ und „Beendet“ bleiben auf dem Objektblatt erhalten, werden aber aus diesen Übersichtswerten ausgeschlossen.
Was passiert bei einer Änderung des Personalkostensatzes?
Der Wert auf „Parameter“ gilt für alle vorbereiteten Objektzeilen. Eine Änderung berechnet Personalkosten, Gesamtkosten, Deckungsbeitrag und Marge neu. Deshalb sollte der verwendete Satz für alle verglichenen Objekte methodisch passen.
Werden Materialkosten aus Fläche oder Reinigungsintervall berechnet?
Nein. „Materialkosten“ und „Sonstige Objektkosten“ sind manuelle Eingaben. Fläche und Intervall beschreiben das Objekt und werden auf Vollständigkeit geprüft, fließen aber nicht als Rechengröße in die ausgewiesenen Kosten ein.






